Autor: datafied

DATAFIED auf dem Kongress der deutschen Gesellschaft für Soziologie

Juliane Jarke aus TP2 und Vtio Dabisch (TP1) haben gestern (22.09.2020) gemeinsam erste Ergebnisse der beiden Teilprojekte beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vorgestellt. Ihr Vortrag war der erste von vier Beiträgen einer Ad-hoc Gruppe zur Digitalisierung der Bildung. Vito Dabisch nahm in seinem Vortragsteil die zunehmende Datenproduktion und -nutzung zu Schulsteuerung durch Schulaufsicht in den Fokus. Er stellte fest, dass es zu einer zunehmenden Expansion und Verdichtung von Daten und Datenpraktiken kommt. Hierbei sei die gleichzeitige Datenkritik und Datenorientierung der interviewten Akteure auffällig: Schulrät*innen sind teilweise (sehr) skeptisch, wie hilfreich datenbasierte Steuerung ist, andererseits werden mehr und mehr Daten in institutionalisierten Gesprächen genutzt. Schulen sind aufgefordert sich durch „ihre“ Daten „zu sehen“ und mit diesen Daten zu arbeiten.Juliane Jarke behandelte in ihrem Vortragsteil vor allem, wie sich Schule als Organisation durch Digitalisierung und Datafizierung verändert und wie diese Veränderung erforscht werden kann. Sie hat verschiedene Forschungsartefakte aus TP2 vorgestellt, die erlauben Datenflüsse zu analysieren und zeigen, wie sich Schulen (neu) zu ihrer Umwelt positionieren und Grenzen ihrer Organisation, Aufgaben oder Mitglieder neu …

DATAFIED. Erste DataSession zur gemeinsamen Auswertung

Data session! Das klingt nach „Jam session“ und das ist es ein Stück weit auch. Wir schauen im Verbund gemeinsam auf unsere Forschungsdaten, interpretieren und überlegen, ob sich ein (dys)harmonisches „Bild“ ergibt. Mitte September trafen sich die vier DATAFIED-Teilprojekte zu einer gemeinsamen Datenauswertung und diskutierten mit Blick auf die im Forschungsfeld erhobenen Interviewauszüge mögliche Auswertungsschnittmengen. Die Data session bildet den Auftakt zu einer Reihe von rekonstruierend bis qualitativ interpretierend gestalteten Auswertungssitzungen, aus denen bis Ende des kommenden Jahres ein Buch entstehen wird, welches die DATAFIED-Ergebnisse für die Öffentlichkeit zur Diskussion stellt. Grafik von: Business vector created by katemangostar – www.freepik.com

DATAFIED auf der 4S / EASST 2020 Tagung in „virPrague“

Vom 18. bis 21. August fand die gemeinsame Konferenz der ‚European Association for the Study of Science and Technology‘ und der internationalen ‚Society for Social Studies of Science‘ (4S) statt. Durch die Corona-Pandemie wurde die Tagung aus der tschechischen Hauptstadt Prag in die „virPrague“ verschoben und digital durchgeführt. Ob das „vir“ dabei für „Virus“ oder „virtuell“ steht, ließen die Veranstalter*innen offen. Trotz der Krisenbedingungen der Pandemie, haben die Veranstalter*innen in kurzer Zeit eine digitale Infrastruktur geschaffen, um die klassischen Vorträge mit den Möglichkeiten der digitalen Kommunikation zu kombinieren und den Teilnehmenden ein Gefühl der Gemeinschaft zu vermitteln. Das Thema der Konferenz – „Locating and Timing Matters: Significance and agency of STS in emerigng worlds“ – setzte den Fokus auf den situierten Charakter der Handlungen, die unterschiedliche menschliche und mehr-als-menschliche (Engl. „more-than-human“) Akteure in der datafizierten Welt ausüben. Dabei wurden in zahlreichen Podiumsdiskussionen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die sozialen Praktiken und die Rolle darin der Daten, der Algorithmen und der Informationssysteme kritisch diskutiert. Als Teil des TP2 am ifib stellten Irina Zakharova und Juliane …

Sechstes Verbundtreffen von DATAFIED – erneut in digitaler Form

Eine Rückkehr zur Normalität ist in Zeiten der COVID-19 Pandemie noch nicht absehbar und so wurde auch das zweite Verbundtreffen dieses Jahr statt in Hamburg wieder virtuell über die Konferenzplattform Zoom realisiert. Geprägt war das Treffen, welches vom 29.06. bis zum 01.07.2020 stattfand, von einem guten und zielführenden Austausch zwischen den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Per Videokonferenz wurden am ersten Tag bisherige Ergebnisse zusammengefasst, erste Analyseergebnisse sowie Publikationsideen geteilt. Der gute Austausch brachte weitere Ideen für Synergien zwischen den Teilprojekten hervor, die nun weiterverfolgt werden. Vorausschauend wurden am zweiten Tag verschiedene Möglichkeiten der Ergebnisdistribution besprochen. Neben der Wissenschaftscommunity sollen auch die Praxispartner erfahren was DATAFIED herausgefunden hat. Uns ist es ein besonderes Anliegen „etwas zurückzugeben“. Im zweiten Teil des zweiten Tages konzentrierten sich die Teilnehmer auf die Folgen der Corona-Krise auf das Projekt DATAFIED. In allen vier untersuchten Bundesländern wurden Schulen für mehrere Wochen geschlossen, sodass eine Forschung vor Ort nur schwer möglich war. Auch andere Ansprechpartner außerhalb der Schule hatten zunächst einen anderen Fokus und Interviews – insbesondere vor Ort – waren nicht möglich. Es wurden …

Speculative Fiction als Untersuchungsmethode: Prof. Dr. Felicitas Macgilchrist stellt Paper an Universität Utrecht vor

Wie sieht Schule im Jahr 2040 aus? Welche soziotechnischen Assemblages werden geformt? Wie werden Lernende als Subjekte adressiert? Diese Fragen stellt sich Prof. Dr. Felicitas Macgilchrist in ihrem Paper “Students and society in the 2020s. Three future ‘histories’ of education and technology”, das sie gemeinsam mit Heidrun Allert und Anne Bruch geschrieben hat und über welches sie im Seminar “Transmissions in Motion” der Universität Utrecht berichtete. In ihrem “Social Science Fiction”-Paper formulieren die Autorinnen drei unterschiedliche Zukunftsversionen.  In der ersten werden Lernende zu sogenannten „smooth users“ , die sich selbst im Streben nach reibungsloser Effizienz innerhalb eines post-demokratischen Rahmens, der von großen Konzernen geschaffen wurde, optimieren. Weil in den 2020ern auf Digitalisierung und ihre Herausforderungen reagieren werden musste, wurde Bildung wurde durch technologische Unterstützung “geglättet”, Entrepreneur*innen und Tech-Unternehmen wurden zu Berater*innen der Regierung, Entscheidungen fanden hinter verschlossenen Türen statt und die Schulen wurden von Unternehmen abhängig. Lernsoftware wurde besonders benutzerfreundlich, reibungslos und wegweisend designt, was die Schüler*innen weniger selbstständig werden ließ, vor allem in nicht-kognitiven Lerndimensionen, und ihre Selbstoptimierung wurde zum maßgeblichen Prozess.  Die zweite Vision sagt Lernende als …

Fazit zur Online Ringevorlesung „BILDUNGSDIALOG.DIGITAL: Inside Bildungsforschung“

Wie bereits angekündigt fand am 05.05.2020 im Rahmen der online Ringvorlesung „BILDUNGSDIALOG.DIGITAL: Inside Bildungsforschung“ die Präsentation des DATAFIED Projekts statt. Stellvertretend für die mitwirkenden Wissenschaftler*innen des Verbundprojekts berichtete Prof. Dr. Andreas Breiter über die Hintergründe, den aktuellen Stand und die angestrebten Ziele des Projekts. Insgesamt 20 Teilnehmer*innen erhielten in dem halbstündigen Vortrag detaillierte Einblicke in die vielseitige Forschungsarbeit.  Im Anschluss fand eine rege Diskussion statt. Im Fokus standen Fragestellungen zur Veränderung der Digitalisierung von Schulen – insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19 Pandemie. 

Fünftes Verbundtreffen von DATAFIED in Form einer Videokonferenz

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 und die damit zusammenhängenden regulatorischen Maßnahmen stellen Forschende in der Wissenschaft vor große Herausforderungen. Doch auch in Zeiten von Kontaktsperren und Homeoffice ist es wichtig, dem Stillstand wissenschaftlicher Arbeit entgegenzuwirken. Am 27. und 28. April fand aus diesem Grund das fünfte Verbundtreffen des Projekts DATAFIED als online Veranstaltung statt. An zwei aufregenden Tagen wurden im Rahmen des ersten Quartalstreffen im Jahr 2020 viele inhaltliche und organisatorische Themen angesprochen und diskutiert. Am ersten Tag stellten die einzelnen Teilprojekte per Videokonferenz ihre bisherigen Erkenntnisse vor, die als Basis für aufschlussreiche und fruchtbare Diskussion dienten. Es konnten außerdem weitere Synergien und teilprojektübergreifende Themen identifiziert werden, welche die Arbeit zwischen den einzelnen Forschungsgruppen weiter intensivieren werden und spannende Kooperationsmöglichkeiten bieten. Doch auch der Umgang mit den aus der grassierenden Coronaepidemie entstehenden Herausforderungen und den daraus resultierenden Veränderungen im schulischen Bildungssektor wurde thematisiert. Schulen in allen Bundesländern sind aktuell von Schließungen betroffen und die Corona-Krise erfordert einen verantwortlichen Umgang mit der Situation. Alle Mitarbeiter*innen in Schulen und Bildungseinrichtungen bemühen sich deshalb, den Unterricht weiterzuführen und …

DATAFIED in Online Ringevorlesung „BILDUNGSDIALOG.DIGITAL: Inside Bildungsforschung“

Auch in Krisenzeiten steht der wissenschaftliche Austausch nicht still. Im Rahmen der ab dem 28.04.2020 wöchentlich stattfindenden Online-Ringvorlesung „BILDUNGSDIALOG.DIGITAL: Inside Bildungsforschung“ werden deshalb verschiedene geförderte Projekte vorgestellt, um aktuelle Fragen im Kontext von Bildung und Digitalisierung zu diskutieren.  Die Sitzungen, die an insgesamt 12 Terminen stattfinden, bestehen dabei aus einem 15 bis 30-minütigen Input aus einem Projekt mit einer anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden.  Neben vielen interessanten Projekten wird auch das DATAFIED Projekt bei diesem wertvollen Austausch dabei sein. Vertreten durch Prof. Dr. Andreas Breiter wird das Verbundprojekt am 05.05.2020 vorgestellt. Zur Teilnahme an der Vorlesung einschließlich der anschließenden Diskussion laden wir herzlich ein.   Zugang zu der Ringvorlesung finden Sie hier:  Termine: Wöchentlich ab dem 28. April 2020 Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Ort: https://onca.adobeconnect.com/insidebildungsforschung/  

Data in Discourse Analysis Konferenz: DATAFIED-Projekt

Spannende Diskussionen über Daten, Software, Diskurs, Macht und Wissen gab es am Mittwoch, den 18.02.2020,  auf der Data in Discourse Analysis Konferenz an der TU Darmstadt. Felicitas Macgilchrist reflektierte, unter anderem basierend auf  den im DATAFIED-Projekt mit Juliane Jarke erarbeiteten Analysen zur prädiktiven Analytik, wie sich der „Analysegegenstand“ von Diskursstudien mit der zunehmenden Datenerfassung in der Bildung verändert. Sie beobachtet Veränderungen des Diskurses „über“ Bildung, des Diskurses „in“ Bildung und macht auf die Notwendigkeit aufmerksam, den in der Bildung „verschlüsselten“ Diskurs zu analysieren. Hier dazu das Abstract des Papers in aktualisierter Form:  Datafication, the increased transformation of information about education into digitally manipulable data, is a process occurring in educational practice and in (critical) discourse analytical research on education. In part one of this paper, I explore three ways in which ‘digital data’ have changed the way educational discourse studies perceives its object of analysis. First, ‘data about education’ flow abundantly. Schools are producing more numeric data about their students than ever before. Critical discourse studies have analysed, e.g., PISA, ICILS and other international assessments, …

Software Studies Methodenworkshop

Am Donnerstag, den 30. Januar 2020 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Informationsmanagement Bremen (ifib) ein Methodenworkshop zu Software Studies statt. Teilgenommen haben sowohl Vertreter*innen aller beteiligter Teilprojekte, als auch Mathias Decuypere, welcher als Assistenzprofessor an der KU Leuven im Bereich der Methodik der Bildungswissenschaften forscht und lehrt. Eingeleitet wurde der Workshop mit einer Präsentation Decuyperes Arbeit zum Thema „How to investigate the new normal? In search of inventive methods for inquiring the datafication of education“. Im Anschluss erfolgte ein fruchtbarer Austausch der Teilnehmenden. Hierbei wurden verschiedene Ansätze aus Decuyperes Präsentation aufgegriffen und weitergedacht. Es konnten viele kostbare Hinweise auf interessante Literaturquellen und weitere Projekte ausgetauscht werden. In diesem Zuge wurde unter Anderem der Einfluss der Reihenfolge der eingesetzten Methoden auf die Ergebnisse diskutiert. Nach einer kurzen Pause stellten im Anschluss Jasmin Troeger und Irina Zakharova den aktuellen Stand zu den eingesetzten Methoden der Teilprojekte 2 und 3, sowie Überlegungen zur Weiterarbeit vor. Auch zu diesen Vorträgen wurde ein reger Austausch vorangetrieben.  Leitend für den Workshop waren die folgenden Fragestellungen: Wie können wir (Lern-)Software …