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Data in Discourse Analysis Konferenz: DATAFIED-Projekt

Spannende Diskussionen über Daten, Software, Diskurs, Macht und Wissen gab es am Mittwoch, den 18.02.2020,  auf der Data in Discourse Analysis Konferenz an der TU Darmstadt. Felicitas Macgilchrist reflektierte, unter anderem basierend auf  den im DATAFIED-Projekt mit Juliane Jarke erarbeiteten Analysen zur prädiktiven Analytik, wie sich der „Analysegegenstand“ von Diskursstudien mit der zunehmenden Datenerfassung in der Bildung verändert.

Sie beobachtet Veränderungen des Diskurses „über“ Bildung, des Diskurses „in“ Bildung und macht auf die Notwendigkeit aufmerksam, den in der Bildung „verschlüsselten“ Diskurs zu analysieren.

Hier dazu das Abstract des Papers in aktualisierter Form: 

Datafication, the increased transformation of information about education into digitally manipulable data, is a process occurring in educational practice and in (critical) discourse analytical research on education. In part one of this paper, I explore three ways in which ‘digital data’ have changed the way educational discourse studies perceives its object of analysis. First, ‘data about education’ flow abundantly. Schools are producing more numeric data about their students than ever before. Critical discourse studies have analysed, e.g., PISA, ICILS and other international assessments, the media reports about these assessments, and the networks of ‘experts’ from data science, who are increasingly working alongside government agencies to co-write educational policy. Critical analyses have traced these distributed policy networks, following how discursive elements move across sectors. Second, discourse analyses of classroom practices are investigating ‘data in education’. Studies observe how digital data are transformed into data visualisations, analysing, for instance, the uptake of data visualizations by teachers and students during class time. Third, we can observe ‘data encoded into education’. Here, I see the most substantial change for discourse studies. Algorithms written by specific teams in specific (primarily for-profit) contexts shape the software with which teachers and students engage. Discourse analysts begin to look at code, learning analytics, dashboard design, software documentation. In part two of the paper, a short “worked example” from predictive analytics walks through these three dimensions, reflecting on how data have changed the way discourse studies perceives its object of analysis. The paper ends by suggesting epistemological, political and practical questions for future research.

Software Studies Methodenworkshop

Einstieg in das Thema: How to investigate the new normal? In search of inventive methods for inquiring the datafication of education“

Am Donnerstag, den 30. Januar 2020 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Informationsmanagement Bremen (ifib) ein Methodenworkshop zu Software Studies statt. Teilgenommen haben sowohl Vertreter*innen aller beteiligter Teilprojekte, als auch Mathias Decuypere, welcher als Assistenzprofessor an der KU Leuven im Bereich der Methodik der Bildungswissenschaften forscht und lehrt.

Eingeleitet wurde der Workshop mit einer Präsentation Decuyperes Arbeit zum Thema „How to investigate the new normal? In search of inventive methods for inquiring the datafication of education“. Im Anschluss erfolgte ein fruchtbarer Austausch der Teilnehmenden. Hierbei wurden verschiedene Ansätze aus Decuyperes Präsentation aufgegriffen und weitergedacht. Es konnten viele kostbare Hinweise auf interessante Literaturquellen und weitere Projekte ausgetauscht werden. In diesem Zuge wurde unter Anderem der Einfluss der Reihenfolge der eingesetzten Methoden auf die Ergebnisse diskutiert.

Nach einer kurzen Pause stellten im Anschluss Jasmin Troeger und Irina Zakharova den aktuellen Stand zu den eingesetzten Methoden der Teilprojekte 2 und 3, sowie Überlegungen zur Weiterarbeit vor. Auch zu diesen Vorträgen wurde ein reger Austausch vorangetrieben. 

Leitend für den Workshop waren die folgenden Fragestellungen:

  • Wie können wir (Lern-)Software studieren? Wie können wir Software rahmen/verstehen?
  • Was sind die Herausforderungen beim Studium von Software?
  • Welche Arten von Methoden können verwendet werden und welche Arten von Wissen produzieren sie/welche Arten von Wissen privilegieren sie?
  • Wie können wir Daten untersuchen, die in solchen Systemen produziert und verarbeitet werden?
  • Was sind die Auswirkungen der Anwendung bestimmter Methoden/der Befolgung bestimmter Ansätze (z.B. im Hinblick auf die Performativität unserer Methoden und Verfahren)

Alle Teilnehmenden des Verbundprojekts möchten sich noch einmal herzlich für Mathias Decuyperes Interesse am DATAFIED-Projekt, die Teilnahme am Software Studies Workshop, sowie seinen wertvollen Input bedanken.

Viertes Verbundtreffen von DATAFIED in Frankfurt

Vom 11. bis 12.Dezember fand das vierte Verbundtreffen des vom BMBF geförderten Projekts DATAFIED statt – dieses Mal in den beindruckenden, neuen Räumlichkeiten des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) in Frankfurt.

helle, offene Architektur mit weihnachtlicher Dekoration im DIPF

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung und die Diskussion der ersten Ergebnisse aus den einzelnen Teilprojekten. Hierbei konnten beispielsweise erste Eindrücke aus den Interviews wiedergegeben werden.  Auch wurden die einzelnen Projektteilnehmer über die Quintessenz von Dokumentenanalysen informiert.

Als interdisziplinäres Projekt birgt DATAFIED viel Potential und schafft Raum für einen regen Austausch, wie z.B. der Verwendung und Definition von Begrifflichkeiten sowie den Einsatz von Methoden. Auch über Möglichkeiten der Verzahnung der Teilprojektergebnisse wurde intensiv gesprochen und erste Ideen stehen im Raum.

Über die inhaltlichen Themen hinaus gab es einige organisatorische Aspekte zu planen. Hierzu gehörten u.a. die Herausforderungen im Rahmen der Akquise von Schulen und anderen Interviewpartnern.  

Veranstaltungsraum DIPF Eingangsbereich mit DIPF-Team in der Tür

Nach dem ersten Jahr befindet sich das Projekt durch viele verzögerte, jedoch notwendige Vorbereitungsschritte, hinter dem Planungsstand. Dennoch gestaltet sich die Zukunft des Projekts für das kommende Jahr mit der intensiven Feldarbeit sehr optimistisch, da die Weichen für diese bereits gestellt sind.

beleuchtete Skulptur auf dem Campus Westend Frankfurt

beleuchtete Skulptur auf dem Campus Westend Frankfurt

Der erste Schnee des Jahres begleitete das Projektteam zum Abschluss des Verbundtreffens zu einem gemütlichen Beisammensein mit grüner Soße und Apfelwein.

Doktorand*innen Workshop

Vom 26. Bis zum 28. November 2019 trafen sich die Doktorand*innen des DATAFIED-Projekts im beschaulichen Braunschweig, um sich gemeinsam im Rahmen eines Workshops methodisch fortzubilden. Dabei lag am ersten Tag der Fokus auf der Kunst der Lese- und Schreibstrategien. Angeleitet von Dr. Sven Arnold erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Thematik, sodass die bisher erworbenen Fähigkeiten in diesem Bereich reflektiert und optimiert werden konnten.

Teilnehmer des Workshops waren u. a.: Vito Dabisch, Tjark Raabe, Jasmin Tröger, Irina Zakharova, Ben Mayer (v. l. n. r.)

Der zweite Tag stand unter dem Zeichen der Textanalyse. In diesem Rahmen wurde der theoretische Ansatz der sogenannten Rich-Point-Analyse vorgestellt, welche wir im Anschluss praktisch anwenden konnten. Als Forschungsgruppe analysierten die Teilnehmenden unter Anleitung von Barbara Christophe Unterrichtsbeobachtungen.

Der Workshop fand am Abend des 2. Tages sein Ende. Alle Teilnehmenden empfanden es als interessant und hilfreich weiterführende bzw. tiefergehende Informationen zum Thema der Lese- und Schreibstrategien sowie der Rich-Point-Analyse zu erhalten.  

 

Interaktive Karte für die Hersteller*innen von digitaler Lernsoftware

Ausschnitt aus der interaktiven Karte

Im Rahmen des Teilprojekt 3: „Digitale Lernsoftware und Unterricht“ wurde eine interaktive Karte erstellt, welche die Standorte der Hersteller*innen von Lernsoftware aufzeigt.  Die Karte ist vielfältig einsetzbar, da Sie viele sinnvolle Filter besitzt und somit optimal und effizient für weitere Forschungszwecke eingesetzt werden kann. Die Hersteller*innen von digitaler Lernsoftware  werden anhand verschiedenfarbiger Standortfahnen eingeteilt:

  • Level 0: Non-Customizable-Software
  • Level 1: Learning Management (LMS)
  • Level 2: Data Driven Learning with Teacher Decision
  • Level 3: Data Driven Learning without Teacher Decision 
  • Level 4: Adaptive Learning 
  • Level 5: Intelligent Tutor
  • Level 6: Intelligent Game-Based Learning Environments
  • Level 7: Cognitive (Deep Learning) System

Sie finden die interaktive Karte hier

DATAFIED-Session bei der „DATA POWER: global in/securities“

Richtungsweisend: Die DATAPOWER Konferenz 2019 © Bild: Beathe C. Koehler

Am 12. und 13. September 2019 fand an der Universität Bremen die internationale „DATA POWER: global in/securities“ Konferenz statt.  Am zweiten Konferenztag hatte das DATAFIED Projekt die Möglichkeit die Session „DATAFIED: DATA For and in Education – The construction of school in a datafied society“ im Rahmen eines Dialog-Cafés zu halten.

Internationale Forschungsarbeit: Prof. Dr. Andreas Breiter (Universität Bremen) und Dr. Lyndsay Grant (University of Bristol) © Bild: Beate C. Koehler

Nach ein paar einführenden Worten durch Annekatrin Bock zum generellen Setting der Veranstaltung und dem themengebenden Projekt DATAFIED begaben sich die Teilnehmer*innen auf eine Reise an insgesamt vier Stationen. Auch wenn die Runde klein war, so entstanden doch interessante Diskussionen zu eingesetzten Methoden aber auch (überraschenden) Unterschieden zwischen Deutschland und bspw. Großbritannien.

Diskussion im Dialog-Café. © Bild: Beate C. Koehler

 

Drittes Verbundtreffen von DATAFIED in Hamburg

Vom 23. bis zum 24. September fand das dritte Verbundtreffen des vom BMBF geförderten Projekts DATAFIED in den Räumlichkeiten der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg statt.

Das Treffen wurde zum intensiven Austausch mit den Verbundpartner*innen der weiteren beteiligten Institutionen, der Helmut-Schmidt-Universität (HSU), des Georg-Eckert-Institut Leibniz-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI), sowie dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) genutzt.

Neben den Berichten der vier Teilprojekte über ihren derzeitigen Stand und dem interdisziplinären Austausch der Beteiligten stand dieses Verbundtreffen im Zeichen der beginnenden Felderhebungsphase. Die Teilprojekte konnten im Verlauf des Jahres viele relevante Akteure identifizieren, die nun sukzessive interviewt und beforscht werden können. Die Koordination und der Erfahrungsaustausch hierzu sind für alle Beteiligten von großem Interesse, um frühzeitig Synergien nutzen zu können oder gemeinsam Problemen zu begegnen. Auch die Diskussion über die genutzten Forschungsmethoden kam dabei nicht zu kurz. Zu guter Letzt kam es noch zum Austausch der Doktorand*innen über ihre jeweiligen Arbeitsstände, auch die ersten Exposés konnten vorgestellt werden.

Darüber hinaus ist auch der persönliche Kontakt zwischen den Wissenschaftler*innen ein wertvoller Effekt der quartalsweisen Treffen. Der informelle Austausch zwischen den einzelnen TOPs und zum gemeinsamen Abend- oder Mittagessen ist eine angenehme Abwechslung und verbessert die interinstitutionelle Zusammenarbeit erheblich.

Das nächste Quartalstreffen findet voraussichtlich im Dezember in Frankfurt am Main am DIPF statt.

Teilnahme am Workshop “Exploring the Datafication, Digitalization and Automatization of Educational Governance and Practice”

V.l.n.r.: Anne Bock (GEI), Vito Dabisch (HSU), Juliane Jarke (ifib), Jasmin Troeger (GEI)

Am 06. und 07. September 2019 nahm das DATAFIED Projektteam zahlreich vertreten am Workshop „Exploring the Datafication, Digitalization and Automatization of Educational Governance and Practice” der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg teil. Der Workshop wurde von Sigrid Hartong und Annina Förschler im Rahmen des DFG-Projektes Bildungsdatenmanagement – Neue Wissens-, Interdependenz- und Einflussstrukturen im Kontext der Digitalisierung von Educational Governance ausgerichtet. Die Agenda beider Tage war gefüllt mit interessanten Vorträgen verschiedenster internationaler Forscherinnen und Forscher, sowie Diskussions- und Fragerunden rund um das Thema Datafizierung, Digitalisierung und Automatisierung bildungspolitischer Aspekte.

Zudem war der Workshop in vier Sessions unterteilt und bot somit ein breites Spektrum:

  1. International perspectives on the multiple dynamics of data infrastructures in education
  2. Discussing effects of datafication and digitalization for school management and the teaching profession
  3. Methodologies and methods of (researching) big data in education
  4. Broadening the Scope

Der Workshop war eine tolle Möglichkeit aktuelle Themen auch auf internationaler Ebene zu diskutieren sowie Kontakte zu knüpfen bzw. zu intensivieren. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung!

Weitere Informationen zum Workshop besuchen Sie gerne die Website der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: https://www.hsu-hh.de/opal/exploring-the-datafication-digitalization-and-automatization-of-educational-governance-and-practice/

Programm des Workshops

Vorstellung DATAFIED auf der ECER 2019

V.l.n.r.: Jasmin Troeger (GEI), Sigrid Hartong (HSU)

Vom 03. bis zum 06. September 2019 fand erneut die ECER (European Conference on Educational Research) auf dem Campusgelände der Universität Hamburg statt. Die diesjährige Konferenz wurde unter dem Motto „Education in an Era of Risk – the Role of Educational Research for the Future“ veranstaltet und bot somit einen optimalen Rahmen für die Vorstellung des DATAFIED Projekts.

Das DATAFIED Projekt wurde vor Ort durch Annekatrin Bock, Vito Dabisch, Sigrid Hartong, Sieglinde Jornitz und Jasmin Tröger vertreten. Am Mittwoch Mittag wurde schließlich interessierten Zuhörern im Zuge eines Kurzvortrages das Projekt nahegebracht.

Weitere Informationen zur diesjährigen ECER finden Sie unter:

https://eera-ecer.de/ecer-2019-hamburg/

Datafizierung der Bildung im ZeMKI-Zelt auf dem Open Campus der Universität Bremen

Am Samstag, dem 15. Juni 2019, fand zum dritten Mal der Open Campus der Universität Bremen statt. Neben den vielen Angeboten verschiedener Fachbereiche wurden auch die Projekte des ifibs und des Labs „Informationsmanagement und Medientechnologie“ des Zentrums für Medien-, Informations- und Kommunikationsforschung (ZeMKI) vorgestellt.

V.l.n.r.: Leif Kramp (ZeMKI), Irina Zakharova und Juliane Jarke (ifib)
@ Beate C. Koehler

Prof. Dr. Juliane Jarke und Irina Zakharova sprachen am Nachmittag im ZeMKI-Zelt über die zunehmende Datafizierung der Bildung und ihr neues Projekt DATAFIED: DATA For and In EDucation. Es ging zum einen um die Projektziele: Die Analyse von Transformationsprozessen im Zuge der Datafizierung von Schule (etwa das sich verändernde Verständnis von „guter Schule“ und die sich verändernden Beziehungen und Rollen verschiedener schulischer Akteure). Als Beispiele wurden unter anderem die zunehmenden Unsicherheiten seitens der Lehrerinnen und Lehrer durch neue Datenschutzregelungen oder Schulrankings diskutiert. Abschließend berichteten die Projektvertreterinnen über die anstehende empirische Forschung in Partnerschulen, die geplanten Praxiswerksttäten und das Data Festival, welches das Projekt im Jahr 2021 abschließen soll.